Der tiefe und dreckige Sumpf

Seit Monaten, stop, immer mal wieder, also Jahren, hadere ich mit mir und dem Sinn der FCI-anerkannten Zucht.
Weiß man ja aus vielen Ländern, in denen FCI-Papiere ausgestellt werden, dass weder Zuchtzulassungen, Zwingerabnahmen, Wurfabnahmen und co stattfinden müssen, damit die Welpen eines Züchters FCI-anerkannte Ahnentafeln erhalten mit dem entsprechenden FCI-Stempel darauf.

Deutschland mit seiner Bürokratie ist dort anders aufgestellt und rein anhand der Ordnungen und Satzungen, kann man nun natürlich annehmen, da wird kontrolliert und damit ist ein Mindestmaß an Qualität gegeben. Soweit die Theorie.
Und nun muss ich ausholen.

 

Vorweg, hier wird es nicht chronologisch werden. Zum einen, weil ich mich dabei furchtbar aufrege und von Hölzchen auf Stöckchen komme, zum anderen, damit nicht unbedingt alles Personen und Vereinen zugeordnet werden kann.

Ich habe am 18.02.1999 meinen ersten Wurf mit VDH-Papieren begrüßt. 22 Jahre also beobachte ich das Treiben, mal mehr, mal weniger aktiv, aber sehr intensiv und mit eigenem Reflektionsvermögen.
In diveresen Vereinen war ich Mitglied, die dritte Rasse züchte ich mittlerweile. Die erste, American Staffordshire Terrier, fielen der Politik zum Opfer.
Dann züchtete ich Malinois und nun seit einigen Jahren Schipperke.
Meine Eltern und ich waren Mitglied im DDC und mit den Doggen fuhren sie mit mir damals schon auf Ausstellungen. Von einer Ausstellung in Belgien habe ich heute noch eine Narbe am Knie, weil ich in einem riesigen Doggen-Output ausrutschte. ;) Ich meine, ich muss um die sechs oder sieben Jahre alt gewesen sein. Der DDC hatte damals viele Ortsgruppen und auf dem Hundeplatz waren wir daher ebenfalls regelmässig. Doggen wurden noch im Sport geführt. Gruppenunterordnung etc. waren damals an der Tagesordnung. Mit den Malinois habe ich selbst Hundesport ausgeübt.


Round about kann ich also auf 40 Jahre Hundevereinsleben zurückblicken.
In diversen Rassehundezuchtvereinen war ich aus verschiedenen Gründen nur passives Mitglied. Wenn ich durchzähle, komme ich auf insgesamt neun Vereine. Heute ist es nur noch einer.
Ich glaube also, ich kann mir durchaus ein Urteil erlauben.

 

Und um es vorwegzunehmen, nicht einer ist grundsätzlich besser als der andere. Und, es ist nicht der Verein oder die Rasse, es ist der Mensch. Die Vereine sind so gut wie ihre Mitglieder. Und da hakt es gewaltig ...

Fortsetzung folgt ...

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