Der erste Wurf – ein Welpe soll bleiben

Wer wünscht sich das nicht, man erwartet den ersten Wurf und möchte sich ein kleines A-Mädchen behalten und hofft, dass sie sich später auch für die Zucht eignen wird.

 

Aaaaber… macht es wirklich Sinn, sich aus dem ersten Wurf seiner Zuchtstätte einen Welpen für die Weiterzucht zu behalten? Weiß man wirklich schon, wo man hin will und was die Hündin, auch in Kombination mit genau dem Rüden, in etwa vererben wird?

Kann man selbst schon beim ersten Wurf die Entwicklung vom Welpen relativ treffsicher vorhersehen?

 

Emotional macht es natürlich Sinn. Es fällt schon schwer genug, die Welpen abzugeben. Da ist die Versuchung ein Trostpflaster zu behalten, dieses kleine Wunder, für dessen Existenz man selbst erstmalig allein verantwortlich ist, dessen Entwicklung man hautnah miterleben möchte und in das man sehr große Hoffnungen setzt.

 

Ja, man sollte es tun, wenn man es möchte. Denn nur so lernt man. Wahrscheinlich kann man es noch nicht so treffsicher beurteilen, wie ein alter Züchter-Hase. Aber, man kann erstmalig die Stufen der Entwicklung von Geburt bis zur Reife, physisch wie psychisch, abgleichen und feststellen, wo man sich geirrt hat und wo man gut einschätzen konnte.

 

Und in vielen Fällen wird man nach zehn Würfen sagen, na, ob ich meinen ersten Wurf mit dem Wissen von heute nochmal genauso planen würde…

Das ist kein Zeichen von damaligem Scheitern, sondern eines von Weiterentwicklung. Es ist also vollkommen okay, wenn man merkt, dass es nicht das Gelbe vom Ei war, dass man vielleicht lieber Hündin Zwei statt Hündin Eins behalten hätte, dass die Hündin züchterisch nicht halten konnte, was man sich selbst davon versprochen hat.

Aber, man hat einen Hund aus seinem ersten Wurf und das ist die eigene Zwingerhistorie. Darauf kann man stolz sein.

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